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PerleninfoIHRE ENTSTEHUNG - IHRE VIELFALT - IHRE KOSTBARKEIT - PFLEGETIPPS:
Die Geschichte der Perle ist so alt wie die Geschichte der Menschheit. Nach persischer Mythologie sind Perlen die Tränen der Götter. Die Chinesen glaubten, nur der Mond könne sie wachsen lassen. Die Römer schließlich schrieben die Perlen der Venus zu und für die Buddhisten bedeuten Perlen spiritueller Reichtum, Kraft, Energie, Freude und Phantasie.
Schon vor Jahrtausenden waren Perlen ein hoch begehrter Schmuck. Kein Stein, kein Juwel oder Metall hat die Menschen mehr entzückt als die verführerische Perle. Die älteste schriftliche Erwähnung von Perlen steht zweitausend Jahre vor unserer Zeitrechnung im Geschichtsbuch von Shu King. Seit dem Altertum findet man sie an den Hälsen alternder Herrscher. Sie schmücken Kronen, Ringe, Ohrringe, Ketten, Gürtel, Spangen und Schatztruhen. Die Aura der Perle hat die Mächtigen aller Epochen und Kulturen in ihren Bann gezogen.
Perlen sind einzigartige Geschöpfe aus den Tiefen der Ozeane, faszinierend und geheimnisvoll. Sie gelten als das femininste Juwel überhaupt. Worin mag der Zauber liegen, den sie seit Jahrtausenden auf die Menschheit ausüben? Vielleicht an der Vielfalt ihrer Formen, oder aber an ihren schimmernden Farbtönen, die von klarem Weiß, Creme oder Gold und Silber, Hellblau und Rosé bis hin zu dunklem Violett und exotisch schillerndem Schwarz reichen und den Betrachter immer wieder in ihren Bann ziehen. Als nahezu vollkommenes Geschenk der Natur bedürfen sie keiner weiteren Veredelung.
Bei der Auswahl ist Ihr persönlicher Geschmack in jedem Fall entscheidend, doch sollten Sie auf die Qualitätsmerkmale wie Größe, Form, Farbe, Oberflächenbeschaffenheit und vor allem den Lüster - das heißt den Glanz der Perle - achten. Besonders der Lüster verleiht der Perle ihre eigentliche Ausstrahlung.
IHRE ENTSTEHUNG
Die Perle entsteht, wenn ein Fremdkörper in eine Muschel eindringt: Um sich zu schützen, umschließt die Auster den Eindringling nach und nach mit einer Perlmuttschicht. Das Geheimnis der Perlenzucht besteht darin, diesen Vorgang gezielt auszulösen. Hierzu wird ein kleiner Kern aus Perlmutt zusammen mit einem Stückchen Mantelgewebe in die Zuchtaustern eingesetzt. Erst wenn nach mehreren Jahren die Austern aus dem Meer geholt werden, sieht man, ob die Mühe lohnte, denn nicht in jeder Auster hat sich automatisch eine schimmernde Perle gebildet. Nur ein bis zwei Prozent der geernteten Zuchtperlen sind vollkommen. Nach der Ernte werden die Perlen gereinigt und nach Lüster, Oberflächenbeschaffenheit, Größe und Farbe vorsortiert.
IHRE VIELFALT
Naturperlen
Der Begriff „Perle“ ohne Zusatz bezeichnet ausschließlich Naturperlen. Die meisten heute weltweit verkauften Stücke sind jedoch Zuchtperlen. Um die Jahrhundertwende gelang es erstmals Perlen zu züchten.
Südsee Zuchtperlen - die Königinnnen der Perlen
Südseeaustern produzieren im Vergleich zu Akoya-Austern sehr schnell Perlmutt. Die Zunahme entspricht ca. 6mm im Durchmesser nach zwei Jahren. Südsee-Zuchtperlen messen von 9 bis 17mm, in Ausnahmefällen bis 25mm. Große, einwandfreie, vollkommen runde Exemplare sind nach wie vor selten und dementsprechend teuer. Südsee-Zuchtperlen gelten auf Grund ihrer Schönheit, Größe und Beschaffenheit als Königinnen des Meeres.
Weiße Südsee-Zuchtperlen: werden seit den 50-iger Jahren hauptsächlich in den nördlichen Gewässern Australiens (weiß-silber-grau-grünlich), den Philippinen (von Weiß bis Creme-Rosé, und Gelb-Gold-Orange), Burmas und Indonesiens (Creme-Grün bis Goldfarben) kultiviert.
Dunkle Südsee-Zuchtperlen oder Tahiti-Zuchtperlen:
Akoya-Zuchtperlen - die Klassiker: Die Akoya-Auster lebt an den Küsten Japans und in Teilen Chinas. Wegen der verhältnismäßig geringen Größe der Mutterauster erreichen die Akoya-Zuchtperlen nur einen Durchmesser von 2 bis 10 mm. Akoya-Zuchtperlen werden heute größtenteils zu Chokern von fast größengleichen Perlenketten verarbeitet.
Süßwasser-Zuchtperlen: Sie sind weltweit in Buchten und Flüssen zu finden. In Japan, China und den USA können sie relativ leicht in Süßwassermuscheln gezüchtet werden. Ihre ungewöhnlichen Formen und Farben sowie ihr niedriger Preis haben sie in den vergangenen Jahren sehr populär gemacht.
Mabe-Zuchtperlen: Sie sind halbrunde Zuchtperlen, die direkt an der Innenseite der Muschelschale anstatt im Muschelkörper wachsen. Sie werden vor allem bei Ohrringen und Ringen verwendet, wo ihre flache Rückseite nicht sichtbar ist. Es gibt sie in vielen Formen und Größen.
Keshi-Zuchtperlen: sind äußerst seltene kleine Perlen, die spontan in Zuchtperlenaustern wachsen. Sie bestehen vorwiegend aus Perlmutt und werden wegen ihrem außergewöhnlich intensiven Lüster und ihren unregelmäßigen natürlichen Formen von Liebhabern besonders geschätzt.
IHRE KOSTBARKEIT
Für den Wert und die Qualität einer Perle sind folgende Kriterien relevant:
Das Lüster: st das wichtigste Kriterium. Jener geheimnisvolle Schimmer einer Perle, welcher ihr Ausstrahlung und Leben verleiht. Lüster ist auch das wichtigste Merkmal für dauerhafte Qualität einer Zuchtperle.
Die Größe: ist das zweite, wesentliche Kriterium. Der Wert einer Perle nimmt mit zunehmender Größe überproportional zu. Je größer die Perle, desto häufiger kommen allerdings auch unregelmäßige Formen vor, weshalb eine große, perfekt runde Perle mit makelloser Oberfläche äußerst selten und kostbar ist.
Die Form: Bei der Form wird die gleichmäßige runde Perle oder ein schön geformter Tropfen am höchsten bewertet. Auch barocke Formen und deren Individualität sind gefragt.
Die Oberfläche: Makellosigkeit ist das Ideal, das jedoch sehr selten erreicht wird. Kleine Unregelmäßigkeiten sind natürlich und können durchaus die Attraktivität und den Charme des Juwels unterstreichen.
Die Farbe: einer Perle ist weniger Qualitätsmerkmal als vielmehr eine Frage des individuellen Geschmacks. Farben wie Weiß-Rosé, Silberweiß, Gold oder Schwarzgrün werden aufgrund ihrer Seltenheit oder Beliebtheit am höchsten bewertet.
PFLEGETIPPS
Um ihre Schönheit und ihren sanften Schimmer lange zu bewahren, bevorzugen Perlen liebevolle Pflege und Behandlung:
Perlen sind gerne „unter sich“. Am Wohlsten fühlen sie sich in einem weichen Etui aus Leder oder Stoff, getrennt von anderem Schmuck. Perlen mögen kein Parfum und keine Kosmetika. Daher ist es ratsam, Ihren Perlenschmuck erst anzulegen, wenn Sie Ihr Make-up beendet haben. Zum Duschen und Sonnenbaden sollten Sie Ihre Perlen ebenfalls ablegen, da sie starke Sonneneinstrahlung, Sonnencreme und Chlor nicht vertragen. Perlen möchten es, wenn sie nach dem Tragen mit einem weichen Tuch sanft abgerieben werden. Sie werden es Ihnen mit lang anhaltendem Schimmer danken. Einmal im Jahr sollte Ihre Perlenkette fachkundig überprüft werden. Hierbei wird sie gründlich gereinigt, neu aufgezogen oder geknotet, so dass sie im gewohnten Glanz erstrahlt. |
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