Es war einmal ...

Der Name Kuhnle ist in Fürth seit Ewigkeiten mit hochwertigen Uhren und wertvollem Schmuck verbunden – doch seit wann genau ist das so? Lesen Sie mehr über die Geschichte des Familienunternehmens.

Seit 1985 ist Juwelier Kuhnle in der Königstraße in Fürth anzutreffen. Doch auch schon davor führte Familie Kuhnle ein Juweliergeschäft, genauer gesagt seit dem Jahr 1908. In den Jahren ist Kuhnle mehrmals umgezogen, von Nürnberg nach Fürth und dort noch zweimal, bevor der Großvater des heutigen Inhabers und Geschäftsführers Christoph Kuhnle das Haus in der Königstraße baute.


EIN LANGER WEG

Die Anfangsjahre von Juwelier Kuhnle

Die Geschichte von Juwelier Kuhnle beginnt mit Adolf Kuhnle – dem Urgroßvater des heutigen Inhabers und Geschäftsführers Christoph Kuhnle. Als sechstes von sieben Kindern wuchs er in Schwäbisch Gmünd auf, wo er später in einer Goldschmiedefabrik arbeitete. Er machte sich selbstständig und eröffnete im Jahr 1908 – übrigens in dem selben Jahr, in dem sein Sohn und Nachfolger geboren wurde – in der Nürnberger Tuchgasse 1 am Hauptmarkt das Geschäft „Juwelier Kuhnle, Uhren oder Schmuck“. Nach dem Zweiten Weltkrieg eröffnete er sein Geschäft in Fürth neu.

 

Urgroßvater und Großvater führten Juwelier Kuhnle gemeinsam, bis es von den Nationalsozialisten geschlossen wurde – nur noch Parteimitgliedern war das Führen eines Geschäftes erlaubt. Im gleichen Jahr erblickte Robert Kuhnle, der Vater von Christoph, das Licht der Welt. Während des Zweiten Weltkriegs wurde Christophs Großvater zum Polizeidienst eingezogen, wo er als Funker ausgebildet wurde. Es ist zu einem großen Teil sein Verdienst, dass Fürth den Zweiten Weltkrieg vergleichsweise unbeschadet überstanden hat: 1945, als die Amerikaner vor den Toren der Stadt standen, funkte er, dass es in Fürth keine Nazis mehr geben würde. Dadurch sind in Fürth nur eine Handvoll Bomben niedergegangen, der Großteil der Stadt war unversehrt.

 

Nach dem Krieg machte Christophs Großvater noch zwei Umzüge in Fürth, bevor dann 1958 das aktuelle Haus und Geschäft erbaut wurde. Die Lage war zwar außerhalb der Fußgängerzone und daher nicht ideal, aber durch die Nähe zur A8 besuchten viele Kunden „auf der Durchreise“ das Juweliergeschäft. Im Jahr 1965, als Christoph Kuhnle zur Welt kam, übernahm sein Vater Robert Kuhnle als 25-Jähriger die Geschäftsleitung. Er bewies großes unternehmerisches Geschick, als er 1972 als einer der ersten Juweliere Rolex und Patek Philippe in sein Sortiment aufnahm, sowie noch in den 70er-Jahren die Schmuck- und Uhrenmarke Chopard. Im Jahr 2002 übergab Robert Kuhnle das Geschäft an seinen Sohn Christoph.


EIN BANKIER ALS JUWELIER

Die Geschichte von Christoph Kuhnle

Die „Ära“ Christoph Kuhnle begann exakt am 1. Januar 2002. Christoph Kuhnle hat zwei Geschwister, so war ihm das Einverständnis seiner Geschwister sehr wichtig, bevor er sich dazu entschied, das Familienunternehmen zu übernehmen. Aus einer Juwelierfamilie stammend kannte er die Uhren- und Schmuckbranche natürlich aus dem Effeff, doch das ist noch lange nicht alles. Die wenigsten wissen, dass Christoph Kuhnle vor seiner Laufbahn als Juwelier eine Banklehre abgeschlossen und ein BWL-Studium absolviert hat, außerdem ist er zertifizierter Diamantgutachter und Gemmologe. Er absolvierte Praktika in verschiedenen Goldschmieden – wo er auch seine heutige Frau Birgit, eine Goldschmiedin und Schmuckdesignerin, kennenlernte. Weiter sammelte er ein halbes Jahr bei der renommierten Uhrenmarke IWC in Schaffhausen Erfahrungen in Sachen Administration und Warenwirtschaftssysteme – Erfahrungen, die ihm heute in seinem eigenen Geschäft große Dienste leisten.


WAS MACHT JUWERLIER KUHNLE AUS?

Eine feine Handschrift

Mittlerweile sind Christoph Kuhnle und seine Frau seit zwölf Jahren Inhaber und Geschäftsführer des Unternehmens. Es haben sich viele kleine Dinge geändert – Christoph Kuhnle hat Dinge ausprobiert, beispielsweise als er die extravagante Uhrenmarke Jacob&Co ins Sortiment aufnahm. Er ergänzte das Sortiment um einige neue Marken, wodurch viele neue, auch jüngere Kunden den Weg in die Königstraße 141 fanden. Die vielen Events und Veranstaltungen des Fürther Juweliers gehören auch zu den Errungenschaften von Christoph Kuhnle. „Das ist heute fast schon selbstverständlich, wir haben heute einfach eine neue Kommunikationskultur“, erklärt er. Durch den engen Kontakt mit den Kunden sind so über die Jahre viele echte Freundschaften entstanden – man ist per Du, pflegt auch privat engen Kontakt. Sowohl Birgit und Christoph Kuhnle als auch ihre Mitarbeiter schätzen diesen freundschaftlichen Umgang sehr. Unter Christoph Kuhnle wurde das Fürther Juweliergeschäft auch digital: mit seinem eigenen Uhrenblog, der Seite Vintage.Kuhnle, einem eigenen Facebook-, Youtube-, Twitter- und Google+-Auftritt! Die sympathische Handschrift von Christoph Kuhnle wird auch in der fünften Generation weitergeführt werden – mit Tochter Antonia, die eine Ausbildung zur Goldschmiedin macht, und Sohn Gabriel, der eine Bankausbildung absolviert. Die Liebe zur Kreativität setzt sich durch die Familie fort - so werden die Videofilme auf der Kuhnle-Website von Lukas, dem zweiten Sohn von Christoph und Birgit Kuhnle, produziert.